Planungsdokumente: Änderung des Bebauungsplans Nr. 3761

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Inhaltsverzeichnis

Begründung

1.3.3.3.1. Vergn?gungsst?ttenkonzept

Das Vergn?gungsst?ttenkonzept stellt ein von der Gemeinde beschlossenes st?dtebauliches Konzept dar und ist gem. ??1?Abs.?6?Nr.?11?BauGB bei der Aufstellung von Bebauungspl?nen zu ber?cksichtigen und kann zur Durchsetzung der st?dtebaulichen Ordnung als Grundlage f?r eine ?nderung bestehender Bebauungspl?ne herangezogen werden.

Das gesamtst?dtische Vergn?gungsst?ttenkonzept untersucht Spielhallen, aber auch st?dtebaulich ?hnlich zu bewertende Wettb?ros in einen st?dtebaulichen Kontext. Ziel des Vergn?gungsst?ttenkonzepts ist es, Zul?ssigkeitsbereiche zu definieren, in denen eine Ansiedlung dieser Nutzungen den Entwicklungszielen der Stadt N?rnberg und den Schutzzielen nicht entgegenstehen, aber auch Bereiche aufzuzeigen, wo Handlungsbedarf i.S.v. bauplanungsrechtlichen Regelungen zum Ausschluss erfolgen sollte. Die Umsetzung erfolgt auf Ebene der verbindlichen Bauleitplanung. Eine H?ufung von Spielhallen im Stadtgebiet wurde bei der Bestandsaufnahme f?r das Vergn?gungsst?ttenkonzept insbesondere an den Radialen Bucher Stra?e, Bayreuther Stra?e, Schweinauer Hauptstra?e und F?rther Stra?e, den Tangentialen Pirckheimerstra?e, Bereich W?lckernstra?e, Frauentorgraben und ?Am Pl?rrer? festgestellt.

Im Gebiet am und um den Pl?rrer wurde durch das Vergn?gungsst?ttenkonzept eine H?ufung von Spielhallen und Wettb?ros festgestellt. Diese H?ufung wurde aufgrund der Verdr?ngung von Einzelhandel und Dienstleistungen und einem m?glichen Imageverlust des Gebiets als nicht vertr?glich eingestuft (vgl. Vergn?gungsst?ttenkonzept Langfassung, S. 149). Zudem wurden f?r das Gebiet am und um den Pl?rrer sogenannte ?Trading-Down-Tendenzen?, Leerst?nde, m?gliche weitere Spielhallenstandorte in der Umgebung und damit ein dringender Handlungsbedarf festgestellt.

Sogenannte ?Trading-Down-Tendenzen? f?hren zu st?dtebaulich-funktionalen St?rwirkungen, wie:

  • Verdr?ngung von bestehenden und k?nftigen gebietstypischen Einzelhandels- und Dienstleistungsbetrieben
  • Einschr?nkung der Angebotsvielfalt
  • Verzerrung des Boden- und Mietpreisgef?ges
  • Imageverlust des Umfeldes

Zur Erhebung und Bewertung der Spielhallen und Wettb?ros, wurde auf gesamtst?dtischer Ebene ein Vergn?gungsst?ttenkonzept erarbeitet und in der Sitzung des Stadtrats am 26.10.2016 beschlossen. Die Erhebung aus dem Vergn?gungsst?ttenkonzept wurde f?r das Gebiet innerhalb der Stra?en ?Am Pl?rrer?, Zeltnerstra?e, Kohlenhofstra?e, Bauerngasse und Rothenburger Stra?e im Juli 2024 ?berpr?ft und angepasst. In diesem Bereich befindet sich auch der BP Nr. 3761. Die aus der Bestandsaufnahme festgestellten Nutzungen st?tzen die Erkenntnisse aus dem Vergn?gungsst?ttenkonzept, da in diesem Bereich trotz einer leichten Reduzierung von Spielhallen weiterhin eine H?ufung von Spielhallen und Wettb?ros zu Verzeichnen ist und die festgestellten sogenannten ?Trading-Down-Tendenzen? weiterhin bestehen. Trotz einzelner Ver?nderungen im Bestand ist weiterhin ein Funktionsverlust im kleinteiligen Gewerbe- und Dienstleistungsbestand erkennbar und es zeigen sich st?dtebauliche Qualit?tsdefizite ? wie ein r?ckl?ufiges Angebotsniveau, anhaltende Leerst?nde und eine geringere Aufenthaltsqualit?t im ?ffentlichen Raum.

1.3.3.3.2. Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt N?rnberg

Das Gutachten zum Einzelhandels- und Zentrenkonzept f?r die Stadt N?rnberg wurde am 04.11.2013 durch den Stadtrat als st?dtebauliches Entwicklungskonzept gem?? ??1 Abs.?6 Nr.?11 BauGB beschlossen. Die Inhalte des Konzepts sind demnach bei der Aufstellung von Bebauungspl?nen zu ber?cksichtigen.

Ziele des Einzelhandelskonzeptes sind unter anderem der Erhalt der polyzentralen Versorgungsstrukturen zur Versorgung der Bev?lkerung mit m?glichst kurzen Wegen (vgl. Einzel-handels- und Zentrenkonzept, Kurzfassung, S. 18 ff.). Damit soll gew?hrleistet werden, dass auch Menschen, die aus gesundheitlichen, finanziellen oder sonstigen Gr?nden weniger mobil sind, einen guten Zugang zu einer Nahversorgung erhalten. Insbesondere die C- und D-Zentren sollen k?nftig weiter gest?rkt werden. Weiterhin sollen die Zentren durch das konzeptionell stringente Handeln der Stadt N?rnberg auf Grundlage des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts vor ?unfairem Wettbewerb? gesch?tzt werden.

Im Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt N?rnberg wurden die Situation des Einzelhandels in N?rnberg analysiert und Entwicklungsziele aufgestellt. Das Gebiet um den Pl?rrer wurde als C-Zentrum der zentralen Versorgungsbereiche bestimmt. Neben der selbstbindenden Wirkung dieses Konzepts f?r die Stadt N?rnberg (siehe ??1?Abs.?6?Nr.?11?BauGB), wird dem Erhalt, der Erneuerung, der Fortentwicklung und der Anpassung der Funktion von zentralen Versorgungsbereichen im BauGB ein besonderer Stellenwert beigemessen (siehe ??1?Abs.?6?Nr.?4?BauGB).

Im Rahmen des Vergn?gungsst?ttenkonzepts wurde festgestellt, dass im Fall des Gebiets am und um den Pl?rrer von den Spielhallen und Wettb?ros ein negativer Einfluss auf den zentralen Versorgungsbereich ausgeht (vgl. Vergn?gungsst?ttenkonzept, Langfassung: S.?149).

Abbildung 7: Geltungsbereich BP Nr. 3761 (orange) zentraler Versorgungsbereich C-Zentrum Pl?rrer (Quelle: Gutachten zum Einzelhandels- und Zentrenkonzept f?r die Stadt N?rnberg; Dr. Donato Acocella, Stadt- und Regionalentwicklung, 2012); Kartengrundlage: ? Stadt N?rnberg | Geobasisdaten Bayerische Vermessungsverwaltung

1.4. Planungskonzept

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